Freitag, 19. Mai 2017

Rezension: Dunkle Gebete (Lacey Flint 1)

Dunkle Gebete (Lacey Flint 1) von Sharon Bolton, erschienen im Goldmann Verlag, EBook, 512 Seiten, 7,99€

Worum geht's?
"Die Opfer sind unschuldige Frauen. Der Killer ist ein Phantom. Und die Ermittlerin hat mehr als nur ein Geheimnis. DC Lacey Flint ist eine junge Londoner Ermittlerin mit undurchsichtiger Vergangenheit und einem morbiden Interesse an Serienkillern. Mit einem echten Mord hatte sie bisher allerdings nie zu tun – bis jetzt, da eine aus zahlreichen Stichwunden blutende Frau an der Tür von Laceys Wagen lehnt und in ihren Armen stirbt. Lacey wird zunächst nur als Zeugin vernommen, doch bald wird klar, dass sie in dem Fall eine ganz besondere Rolle spielt: Ein blutiger Bekennerbrief ist unmissverständlich an sie adressiert. Unversehens findet sich Lacey im Mittelpunkt einer Mordserie, die in einem besonderen Zusammenhang mit ihr selbst stehen muss. Doch wie findet man einen Killer, der sich einen nie gefassten Serienmörder zum Vorbild genommen hat?"

Warum hab ich es gelesen?
Ich bin schon seit Jahren fasziniert vom Fall Jack the Ripper. Der berühmt berüchtigte Serienmörder, der im viktorianischen London Prostituierte bestialisch ermordete und trotz einer öffentlichen Hetzjagd niemals gefasst wurde ist eine gefundene Rahmenhandlung für so manche Geschichte. Sobald also Jack the Ripper im Klappentext auftaucht, bin ich recht schnell interessiert. Noch dazu liebe ich London über alles und die britischen Krimis sind meistens die besten. Darüber hinaus handelt es sich hier um den Beginn einer Reihe rund um Ermittlerin Lacey Flint. Gerade bei Krimis ist es immer spannend mehrere Teile zu erwarten, vor allem wenn die Protaginistin sympathisch ist.

Wie war's?
Was soll ich sagen - ich bin Lacey Flint komplett verfallen. Ein Krimi, den man trotz äußerst brutaler Szenen nicht aus der Hand legen kann. Fesselnd, mit einer etwas verkorksten, aber interessanten und vielschichtigen Protagonistin, hat es dieses Buch für mich geschafft den schon so oft adaptierten Fall von Jack the Ripper, welcher im Londoner East End 1888 Prostituierte ermordete, in einen sehr interessanten und vor allen Dingen eigenen Plot einzubinden.
Normalerweise stört es mich, wenn zu viel privates Geplänkel in einem Krimi diskutiert wird, doch hier war es eine angenehme Dosis. Noch dazu waren die Annäherungen zwischen Lacey und ihrem Kollegen DI Mark Joesbury so voller Funken, dass ich unbedingt wissen möchte was sich zwischen den beiden noch so entwickelt.

Was war besonders?
Besonders angenehm fand ich, dass trotz der Härte und Gewalt, welche in der Geschichte vorkommen, der Schreibstil trotzdem flüssig, gut beschreibend und keineswegs derbe ist. Noch dazu gibt es einige Twists, die auch für Kenner des Genre nicht unbedingt vorhersehbar waren. Sehr erfrischend!

Reading Dunkle Gebete makes me feel like...
...großartiger Reihenauftakt mit besonderer Protaginistin! Ich habe mittlerweile alle Teile gelesen und freue mich sehnsüchtig auf weiteren Lesestoff - für mich eine ganz klare Kaufempfehlung für alle, die London als Setting mögen und auch vor blutigeren Szenen nicht zurückschrecken.

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