Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension: Das Auge des Flusses - Kurzgeschichte (Lacey Flint Series)

Das Auge des Flusses von Sharon Bolton, erschienen im Goldmann Verlag, EBook, 79 Seiten, 2,99€

Worum geht's?
"Schon länger vermutet die London Metropolitan Police, dass ein Strip Club in der Argyle Street der Tarnung terroristischer Aktivitäten dienen könnte. Nach Monaten der Observierung und Vorbereitung gelingt es schließlich, einen der besten Undercover-Beamten des Vereinigten Königreichs dort einzuschleusen: DI Mark Joesbury. Doch als dieser das ganze Ausmaß der perfiden Pläne durchschaut, ist er längst selbst zum Spielball der Terroristen geworden. Denn diese haben seinen schwächsten Punkt erkannt und seine große Liebe Lacey Flint als Geisel genommen. Wird Joesbury die schlimmste Bewährungsprobe seines Lebens bestehen und London vor der Katastrophe retten können?"

Warum hab ich es gelesen?
Ganz ehrlich, normalerweise lassen mich Wörter wie "terroristisch" oder "undercover" im Klappentext ziemlich schnell das Interesse verlieren. Allerdings bin ich ein großer Fan der Lacey Flint Serie von Sharon Bolton (meine Rezension des ersten Bandes findest du hier) und habe alle Bände samt veröffentlichter EBook-Kurzgeschichten quasi inhaliert. Daher war es gar keine Frage, dass ich mir auch dieses hier ansehen werde - vor allem da in dieser Geschichte nicht Lacey, sondern DI Mark Joesbury die Hauptrolle spielt.

Wie war's?
Das Buch startet mit einem kurzen Prolog, welcher den Leser äußerst atmosphärisch ins sommerliche London entführt. Mark Joesbury steht am Steuer eines Flussbootes auf der Themse - und seine geliebte Lacey schwebt in höchster Gefahr. Wie konnte es dazu kommen?
Die Erzählung setzt nun einige Wochen zuvor an und wir begleiten Mark Joesbury bei seinem Undercovereinsatz. Zeitlich deckt sich die Geschichte mit den Ereignissen des vierten Bands der Lacey Flint Serie, Schwarze Strömung. Diese Kurzgeschichte sollte also möglichst als letztes gelesen werden. Zwar ist es möglich, sie ohne Vorkenntnisse zu genießen, jedoch tauchen einige bekannte Figuren auf und natürlich ist die Verbindung von Mark und Lacey wesentlich greifbarer, wenn man auch die vorangegangenen Bände kennt.
Der Prolog samt Klappentext verraten ja bereits einen Großteil der Handlung, jedoch wurde es gerade zum Ende hin noch mal richtig spannend. Was genau die Terroristen planen und wie Mark und Lacey diese Katastrophe zu verhindern versuchen war für mich wieder einmal in bester Sharon-Bolton-Thriller-Manier geschrieben: Packend, mitreißend, spannungsgeladen. Trotz personalem Erzähler sind Marks Gedanken und Gefühlslage stets sehr präsent. Noch dazu hat das Ende einige Auswirkungen auf einen eventuellen fünften Teil der Serie, was mich als Fan natürlich weiterhin auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Was war besonders?
Mark Joesbury - der undurchsichtige Charakter, bei dem man nie wusste, was er tut, was er fühlt, wie er genau zu Lacey steht. Endlich lernt man nicht nur ihn besser kennen, man bekommt auch einen Einblick in seinen Beruf in der Undercover-Abteilung. Noch dazu werden all die Fragen, die sich im vierten Band rund um den guten Mark und seine Situation ergaben, mit dieser Kurzgeschichte geklärt.

Reading Das Auge des Flusses makes me feel like...
...endlich habe ich Mark Joesbury besser kennengelernt - für alle Fans der Serie ein Muss!


Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

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